Tipps zur Bienenhaltung


Beutendiebstahl

Immer wieder kommt es bei der Bienenhaltung zu massiven wirtschaft-lichen Schäden durch den Diebstahl und die Beschädigung von Bienen-beuten. Hier ein aktuelles Beispiel.

 

Um dagegen eine Abschreckung aufzubauen, können Sie sogenannte GPS-Tracker von außen nicht sichtbar in Zargenwände, Innendeckel oder Unterböden einarbeiten.

 

In Kombination mit einer Kameraüberwachung erhöht dies das Risiko für Beutendiebe deutlich.

 

Verwenden Sie eine Miniaturkamera und befestigen Sie sie optisch möglichst unauffällig. Keine Hinweise auf Videoüberwachung! Wird die Kamera entdeckt, haben Beutendiebe leichtes Spiel und die Bienen fehlen trotzdem, mitsamt Ihrer Videokamera. Richten Sie Ihre Kamera(s) so ein, dass Sie keine juritisch verankerten Persönlichkeitsrechte verletzen.

 

Kennzeichnen Sie die Beutenbestandteile wie Unterböden, Zargen, Innendeckel und Bienenrähmchen mit Ihren Kontaktdaten durch ein Brenneisen. Das schützt zwar nicht vor Vandalismus, erschwert die Hehlerei aber deutlich. Die Bienen und der 'Honig sind dann zwar weg, der oder die Diebe können nicht auch noch aus dem Verkauf Ihrer Bienenbeuten risikolos Gewinn schlagen.

 

Der Beutendiebstahl und Vandalismus ist auch hier bei uns im Nagolder Raum vermehrt ein Thema, egal ob auf öffentlichem Gelände, Privatgrundstücken oder Firmengrundstücken mit beschränktem Zutritt.

 

Und zuguterletzt: Bauen Sie gute zwischenmenschliche Beziehungen zu anderen Imkern auf, den ein funktionierendes Gewissen durch persönliche freundschaftliche Beziehungen bietet immer noch den besten Schutz.



Schöne Grüße vom Ordnungsamt

Notwendiger Abstand der Bienenbeuten zu öffentlichen Wegen: Die überwiegende Mehrzahl der Imker verhält sich hier korrekt, denn kein verschwitzter Jogger oder Radfahrer freut sich, wenn Bienenbeuten direkt (1-2 m) an öffentlichen Verkehrswegen aufgestellt werden. (Rechtslage und Empfehlungen) Alkohol, Parfüm und Schweiß reizen Bienen zum zustechen und nicht jeder Sportler ist auf Intervall- oder Sprinttraining an Bienenbeuten erpicht!

 

Bei bestimmten Wetterlagen, wie z.B. kurz vor einem Gewitter, können aus weitgehend friedlichen Bienen, vermehrt auch stechlustige Biester werden.

 

Neben den durch Insektenstichen verursachten Schmerzen und Schwellungen, besteht auch immer die Gefahr, dass Spaziergänger und Sportler eine (noch nicht erkannte) Bienengiftallergie haben, ohne Notfall-medikamente mit sich zu führen.

 

Bei 10 bis 40 jährlichen Toten durch Insektenstiche, sollten auch Imker das nicht auf die leichte Schulter nehmen.

 

Deshalb liebe Imker, nehmen Sie Rücksicht auf Ihre Mitmenschen und vermeiden Sie aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten (einfache Anfahrt, maschinelle Verladung) eine unnötige Gefährdung Ihrer Mitmenschen. Und sollte trotz Ihrer Vorsicht (Abstand zu öffentlichen Wegen) dennoch einer gestochen werden, können sie Ihn zu einem Glas Honig einladen.

Befinden sich 3 Beutenstandorte eines kommerziellen Wanderimkers (teilweise mit der Waldtracht auf der anderen Straßenseite) so in der Nähe von öffentlichen Verkehrswegen (1-2m), ist der Ärger mit gestochenen Mitbürgern vorprogrammiert und fällt auch auf die ortsansässigen Imker zurück.



Gesundheitsbescheinigung, vermeidbarer Ärger beim Wandern

Unter Imkerkollegen sollte die Anmeldung fürs Wandern beim regional zuständigen Bienensachverständigen, sowie das ordnungsgemäße Vorlegen des Gesundheitszeugnisses kein Problem sein. Das gilt ganz besonders, wenn Sie aus der Nähe von Faulbrutbezirken aufwandern.

 

Das Einlaminieren des Gesundheitszeugnisses schützt vor Bewitterung und erleichtert die dauerhafte Anbringung an den Bienenbeuten.



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Versicherungskammer Bayern als Imker
20170824_Versicherung-gegen-Bienensterbe
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